2006

Ich hab mir gestern Abend aus lauter Langeweile die erste meiner Storys durchgelesen. Lost child. Und musste so grinsen, weil meine anfänglichen Schreibversuche doch sehr holprig waren. Mittlerweile bin ich einer meiner schärfsten Kritiker. Ich überarbeite Texte mehrfach, stelle das meiste erst on, wenn ich es zwei Mal Beta gelesen hab.
Ob es dann gut ist? Keine Ahnung. Einige behaupten ich könnte schreiben. Ich mag mich da nicht festlegen, sehe das kritisch.
Jedenfalls  2007 als ich die Geschichte ins Leben gerufen habe, war das mit der Überarbeitung noch ganz anders.  Ich hab wild darauf los geschrieben, ohne jegliches Konzept, was man der ganzen Sache auch deutlich anmerkt. Ich wusste zu Beginn damals ehrlich gesagt gar nicht, wo ich mit meinem Geschreibsel hin wollte. Mir hat lediglich Billie Joe in der Vaterrolle gefallen und ich fand es furchtbar schade, dass die nur zwei Jungs hatten und kein kleines Mädchen. Na, ja hat sich bis heute nicht wirklich geändert, aber was will man machen.
Witzig ist auch mein Denglisch, das aus heutiger Sicht an einigen Stellen furchtbar unpassend war. Aber damals war das irgendwie so eine Hochphase. Ich hatte so viele englische Storys auf mibba und sullen riot gelesen, dass ich im Englischunterricht schon fast Hermine Granger artige Züge entwickelt hatte und so fleißig mitgearbeitet habe, dass mein damaliger Lehrer sicher daran zweifelte, ob ich in den vergangenen zwei Wochen wirklich krank war oder einen Englisch Crashkurs in den USA belegt hatte. Jedenfalls habe ich hin und wieder ein paar Englische Begriffe in die Geschichte geschmuggelt was nicht ganz dazu passt.  Schmunzeln ließen mich auch hin und wieder diverse Satzkonstellationen „Volumeregler regulieren“ usw. Seit wann kann man Volumeregler regulieren, Lilli?  Und hatte ich Joseph wirklich Joseph Marchiano genannt? Schande auf mein Haupt. Wenn der das wüsste. Der wäre mir an diue Gurgel gegangen. Bei Marchiano würde er zweifellos explodieren. Aber hey, ich war 15 als ich den ersten Teil geschrieben hab. Da möge man mir verzeihen. Wobei mein Insiderwissen damals hin und wieder schon stark zu wünschen übrig ließ. Ich hatte Armstrongs nämlich in meiner Geschichte nach Berkeley verfrachtet, obwohl die zum damaligen Zeitpunkt in der Realität schon seit sechs Jahren in Oakland wohnten. *peinlich*
Trotzdem ist mir die Geschichte ans Herz gewachsen. Mag eingebildet klingen, aber die hat das gewisse Etwas, dass ich nicht zu definieren vermag. Aus heutiger Sicht und meinem Fanwissen ist sie eine mittelmäßige Katastrophe, aber für 2006, 2007 war sie ganz okay. Auch wenn ich anzweifle, dass Billie so je seine Kinder erzogen hat. Nur dafür ist es ja eine Art Fantasiegeschichte. Und für mich damals 16-jähriges in der Weltgeschichte umher träumendes Etwas sah das eben so aus. Auch wenn sich meine Wortwiederholungen das wahre Desaster erweisen. Mein Ausdruck war so abwechslungsreich wie in China ein Sack Reis umfällt.
Interessant gestaltete sich allerdings die Entwicklung an Lesern. Wir hatten damals noch gar keine Kategorie für die Band.

Ungefähr 90 % der damals kommentierenden Leute sind schon lange keine Mitglieder bei FF.de mehr. Waren das noch Zeiten als Joey und Jake erst 12 und 9 waren. Keine privaten Bilder der Jungs. Man wusste gerade so von ein paar VH1 Driven Fotos wie die Green Day Kinder aussahen. Konnte seiner Fantasie freien Lauf lassen.


 Irgendwie auch erstaunlich, dass der Joey in meiner Geschichte 2006 schon Schlagzeug gespielt hat und Jakob Gitarre. Obwohl ich das gar nicht hätte wissen können.
Telepathische Kräfte eben

27.4.11 17:07

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