geschlechtsspezifische Erziehung

Um es vorweg zu sagen: Ich habe mir etwas überlegt mit dessen Hilfe ich mit meinen Lesern aus diversen Storyseiten in Kontakt bleiben kann.

Die Antwort lautet formspring.me/Lillisparadise

Fragen, Anmerkungen, whatver einfach dort posten.

Erst einmal möchte ich mich ganz herzlich für all euer Feedback bedanken. Mir ist es natürlich wichtig euren Wünschen gerecht zu werden. Deshalb der Vorschlag: Bei Fragen Anregungen, Ideen, Wünschen oder Feedback zu meinen Geschichten und Storys oder  Beiträgen und was auch immer, scheut euch nicht eure Fragen/Anmerkungen in die kleine rechteckige Box zu Posten. Ausgenommen sind Spamkommentare. Nützt eh nichts, weil ich die dann alle radikal lösche. Konstruktive Beiträge sind aber durchaus erwünscht.

Heutiges Thema: geschlechtsspezifische Erziehung. Außerdem die Frage: Erziehen Eltern ihre Kinder auch heute noch unterschiedlich? Ganz abhängig davon ob es ein Junge oder ein Mädchen ist? Sowie die Erweiterung: Sind Männer gegenüber Töchtern umsichtiger und behutsamer als bei der Erziehung von Söhnen? Als auch umgekehrt in Hinsicht auf die Mutter. Diese Frage warf unser Prof in die Runde und ich muss zugeben, dass  wir Studenten trotz 2 stündiger Diskussionen, ewigem Lamentieren bei der 2. Teilfrage zu keinem einheitlichen Ergebnis kamen, bis der Herr Professor eindeutige Fakten verlauten ließ. Der erste Bereich war klar. Nur die Frage was ist der Unterschied in Bezug auf Vater und Tochter im Vergleich zu Vater Sohn ließ erneute Fragen aufwerfen. Ich als leidiges Einzelkind hielt mich da erst einmal im Hintergrund, obwohl für mich von Beginn an klar war, dass nur zweites in Frage käme. Kommilitone x und Kommilitonin y mit jeweils 3 oder 4 Geschwistern sahen das wieder ganz anders. X war fest der Überzeugung er und sein Bruder seien in Bezug auf Gefühle und dem Umgang miteinander genauso wie seine zwei Schwestern erzogen wurden und weder Vater und Mutter hätten abgesehen von handwerklicher und küchentechnischer Orientation keinen Unterschied gemacht. Y hingegen behauptete pedantisch sie sei im Vergleich zu ihrem Bruder vom Vater sehr viel emotionaler erzogen wurden. Interessant ist, dass sich psychologisch tatsächliche Unterschiede erkennen lassen. Der Beschützerinstinkt ist beim Mann angeblich genauso ausgeprägt wie bei der Frau, auch wenn sich dieser bei Vätern im Gegensatz zu Müttern laut Studie erst während der Reifeprozesses des Kindes entwickeln muss. Dennoch sehen Männer Töchter aufgrund ideologischer Entwicklung immer noch als das schwächere Glied an. Verhalten sich in den meisten Fällen auch dementsprechend sensibler und sind auch dementsprechend eifersüchtig wenn die Tochter den ersten Freund mit nach Haus bringt, als wenn sich das Gleiche beim Sohn vollzieht. Ursache hierbei ist der Unterschied Frau/Mann in der geschichtlichen Entwicklung. Das beginnt beim Körperbau und der Fortpflanzung. Nicht umsonst ist der Neandertaler Mann auf die Jagd gegangen und das Weibchen blieb im Bau, säugte die Kinder und betreute den Nachwuchs. Hormonell hat das  laut Entwicklungspsychologie angeblich auch bestehende Hintergründe. Es gibt nämliche wesentliche Hormone, die bei uns Frauen in größerer Menge als bei den Männern vorhanden sind. Deshalb heulen wir auch automatisch mehr. Aufgezählte Erkenntnisse sind übrigens nicht die Einzigen. Es gibt da noch wesentlich mehr. Nur das führt zu weit und ich will euch nicht noch mehr nerven, als ich es ohnehin tue.

Ein ebenfalls sehr interessantes Thema: (und jetzt folgt ein kleiner Gedankensprung): Frühmusikalische Förderung oder besser gesagt musikalische Erziehung. Kann man jedem Kind einen kleinen Beethoven/Haydn/ Hendrix/Clapton entlocken? Grundsätzlich: Unmusikalische Kinder gibt es laut Studien nicht. Allerdings sind Erbgut und geistige Voraussetzungen wohl angeblich unterschiedlich ausgeprägt. Wobei wir bei den Hirnaktivitäten wären. Ganz streng genommen ist Wissen ungerecht und unterschiedlich verteilt. Dem einen liegt Englisch, der nächste rechnet die kompliziertesten Aufgaben im Schlaf. Der übernächste ist das absolute Sportass. Müssten wir uns dort nicht fragen warum dies so ist? Und inwieweit Noten damit aussagekräftig bleiben? Beurteilen Zensuren dann nicht lediglich nur den Faktor Fleiß und genetische Grundlagen, die ungleichmäßig verteilt sind? An oberster Stelle bleibt zu sagen: Und ich glaube, das ist auch ein Prozess, den man erst während des eigenen Daseins als Schüler begreift:  Noten beurteilen lediglich geistige Leistungen, nicht mich als Mensch an sich. Deshalb ist Max Mustermann auch kein schlechterer Mensch als Tom Schulze weil er eine 5 in Mathe hat und der Tom eine 1+. Natürlich spielt da auch der entscheidende Faktor Fleiß eine Rolle. Nur im Endeffekt sind genetische Grundlagen gegeben. Und wenn ich nicht logisch denken kann, werde ich trotz aller Anstrengungen nicht auf Platz 1 der Matheolympiade kommen. Ähnlich ist es wohl auch mit Musik. Man kann viel trainieren. Eine frühkindliche Förderung im Bereich Instrument oder Notenlehre, sowie konsequenter Fleiß können da einiges raus reißen und positiv zur Entwicklung beitragen. Nur das allerletzte Tüpfelchen auf dem i machen Erbgut, motorische Fähigkeiten, sowie eine Vielzahl anderer Voraussetzungen aus. Und genau das ist wohl die Tatsache, die uns Menschen alle so unterschiedlich macht. Wär doch auch langweilig, wenn wir alle gleich wären. Oder nicht?

Nebenbei gesagt: Ich hab noch zwei Fragen der Woche, die bei uns Studis für heftige Lachkrämpfe gesorgt haben:

Einmal: Die Tochter der Bekannten eines Studenten stellte sich tatsächlich voller Ernst die Frage: Kann ich mich selbst zur Adoption freigeben?

Die Antwortet lautet: Nein, leider nicht. Eltern kann man nicht im Katalog bestellen. Die sind leider vom Umtausch ausgeschlossen, sonst wäre ich auch schon nicht mehr hier.

Die Zweite: Fragte ein Student bei unserer Uni an: Kann ich im Campingwagen auf einem Campingplatz auch Bafög beziehen?

Auch hier lautet die Antwort: Nein, lieber Thilo, leider nicht, da der dauerhafte Aufenthalt auf Campingplätzen rein rechtlich nicht gestattet ist. Ich muss sagen, dass ich jetzt darüber schmunzeln kann. Als ich im September aufgrund von Wohnungsknappheit in einer Unistadt (für die ich mich aus genannten Gründen nicht entschieden habe) verzweifelt eine WG suchte, habe ich kurzzeitig ebenfalls daran gedacht vorübergehend darauf auszuweichen. Auch wenn´s natürlich lustig ist. Ich meine ich mach ja viel für mein Studium. Aber auf nen Campingplatz kriegen mich keine 10 Pferde.

27.1.11 02:14

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