fankategoriewechsel

Nach stressreichem Wochenende endlich zu Hause angekommen und erst einmal eins:


Ich werde die Fankategorie wechseln.

Ich mag Green Day wirklich gerne, aber es hat sich in letzter Zeit, in den letzten Jahren einfach entgegen entwickelt. Ich bin seit 2001 aktiver Fan. Da, wo man noch vor wenigen tausend Leuten spielte. 2007 sah es auf ff.de und überhaupt noch ganz anders aus. Wir hatten noch keine GD Kategorie, es gab nur wenige Storys. Das schreiben hat noch Spaß gemacht. Jede Geschichte war ein Unikat. Nichts hat sich wiederholt. Und vor allen Dingen hielt sich die Anzahl der Stalker rundherum in Grenzen, wenn ihr wisst was ich meine. Was sagte Billie Joe einmal: „Ich will nicht, dass mein Sohn ein zweiter Julian Lennon wird.“

Er hat es nicht geschafft.

Ich werde die Band für immer in meinem Herzen tragen. Aber ich denke ich habe mich momentan wieder satt gesehen und brauche eine Pause.

Ich verdamme keine Fans. Dazu habe ich nicht das Recht. Aber ich werde bald 22. Und mich bricht dieser ganze Teenie Hype momentan maximal an. Ich hab als Green Day Fan das Gefühl ich bin nur noch von 15, 16-jährige umgeben. Ob auf Konzerten, Plattformen oder Internetseiten. Sorry, das zu sagen: Aber Green Day ist in meinen Augen eine Teenieband geworden. Und ich fühle mich da manchmal wie auf einer Tokio Hotel Veranstaltung. Und das deprimiert und pisst mich an. Gerade weil ich es anders kenne und kannte

Ich find mich da nicht mehr wieder. Schon gar nicht wenn  15-jährige meinen, dass sie irgendwann mal mit dem 23, fast 24 Jahre älteren Billie Joe vögeln. Sei es fiktiv oder in Internetforen. Das ist widerlich und eklig. Und ich bin für sowas zu alt geworden. Noch schlimmer sind die Mike x Billie Pairing Storys. Ich hab nichts gegen Leute, die gleichgeschlechtliche Liebe gut finden. Aber für sowas bin ich einfach zu hetero.

Und deshalb wird man mich zukünftig eher in der Ärzte Kategorie finden. Mainstream ist beides. Nen Unterschied gibt’s trotzdem.

Zum einen ist das Publikum durchschnittlich Ü20 und Ü30. Zum anderen ist es Rotzen auf höherem Niveau. Mal ganz davon ab, dass es der Band auf bewundernswerte Weise gelingt ihr Privatleben komplett heraus zu halten. KEINE Fans bestalken diverse Mitglieder oder deren Familien. Keiner macht Fotos, die er ins Internet stellt. Auf Plattformen und Websiten werden keine Privatbilder von Verwandten gepostet. Bis zum heutigen Tag und noch weit darüber hinaus ist über Bela B.s kleinen Sohn nichts bekannt. Und es existiert niemand der irgendetwas dergleichen veröffentlicht. Und das gefällt mir. Das mag ich. Da bin ich gerne Fan. Nur woran liegt das? Ist Deutschland ein liberalerer Staat als die U.S.A? Sind die Leute hier taktvoller? Wahrscheinlich. Oder die drei Herrschaften tauchen einfach unter, sodass es niemandem auffällt und es gelingt ihnen auf vortreffliche Weise das Private herauszuhalten… Ich jedenfalls finde das  bewundernswert .

Ich hab mir am Freitag Richy Guitar angesehen  Wer ihn nicht kennt: Spielt in den 80ern, als Berlin noch zweigeteilt und Westberlin eine Insel war. Eine Mauer besaß. In der Handlung dreht sich alles um Richard (von Farin Urlaub gespielt), der nicht wirklich etwas mit seinem Leben anzufangen weiß und auf den Tag hofft, an dem seine Band endlich wahre Erfolge erzielt. Auf diesem steinigen Weg muss er so manchen Kampf auf sich nehmen. Und auch am Ende sieht es eher aus, als ob  er trotz aller Bemühungen gescheitert ist.

Fragen sich jetzt sicher einige: Na, so sinn frei. Was will die dann damit?

Der Film war ein wahrer Genuss und nach über einer Stunde hatte ich wieder das Gefühl zu wissen, worum es bei einer Band wirklich geht. Es dreht sich nicht um Erfolg, sondern um die Liebe zum Instrument und die Spielfreude, das wirkliche Ziel gemeinsam etwas zu kreieren oder auf die Beine zu stellen. Das konnte man während des gesamten Streifens in jeder Minute spüren. Und ich habe es genossen. Auch wenn es kein Happy End gab. Ich glaube bei vielen Dinge, die man im Leben tut, resultiert man nicht mit dem gewünschten Erfolg. Aber man hat trotzdem an Erfahrung dazu gewonnen. Sonst wäre ja auch leben umsonst, von dem ich mittlerweile der festen Überzeugung bin, dass es trotz aller wissenschaftlichen Aufklärungen nach dem Tod weiter geht.

Wie gesagt; ich mag  Green Day trotzdem. Aber momentan spiegelt das nicht mein Lebensgefühl wieder. Zumals sich einige Fans nicht taktvoll gegenüber Mitgliedern verhalten. Bei den Ärzten wachsen Fans nach. Bei Green Day hab ich das Gefühl, die Fans sterben nach dem 30. Lebensjahr aus. Dass es Ausnahmen gibt, ist mir klar. Nur schaue man spaßenshalber bei World Stage ins Publikum und sehe, dass sich 16 als Durchschnittsalter  etabliert.

Ich finde meine Leser haben ein Recht darauf zu erfahren, wie ich ticke. Ich sag jetzt auch nicht dass ich in dieser Kategorie nie wieder poste. Nur wollte ich euch die Lage auch nicht vorenthalten und mal schildern was mich anpisst. Es besteht ja bekanntlich Meinungsfreiheit und ich sehe die Sache eben so.

17.1.11 12:22

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