geschlechtsspezifische Erziehung

Um es vorweg zu sagen: Ich habe mir etwas überlegt mit dessen Hilfe ich mit meinen Lesern aus diversen Storyseiten in Kontakt bleiben kann.

Die Antwort lautet formspring.me/Lillisparadise

Fragen, Anmerkungen, whatver einfach dort posten.

Erst einmal möchte ich mich ganz herzlich für all euer Feedback bedanken. Mir ist es natürlich wichtig euren Wünschen gerecht zu werden. Deshalb der Vorschlag: Bei Fragen Anregungen, Ideen, Wünschen oder Feedback zu meinen Geschichten und Storys oder  Beiträgen und was auch immer, scheut euch nicht eure Fragen/Anmerkungen in die kleine rechteckige Box zu Posten. Ausgenommen sind Spamkommentare. Nützt eh nichts, weil ich die dann alle radikal lösche. Konstruktive Beiträge sind aber durchaus erwünscht.

Heutiges Thema: geschlechtsspezifische Erziehung. Außerdem die Frage: Erziehen Eltern ihre Kinder auch heute noch unterschiedlich? Ganz abhängig davon ob es ein Junge oder ein Mädchen ist? Sowie die Erweiterung: Sind Männer gegenüber Töchtern umsichtiger und behutsamer als bei der Erziehung von Söhnen? Als auch umgekehrt in Hinsicht auf die Mutter. Diese Frage warf unser Prof in die Runde und ich muss zugeben, dass  wir Studenten trotz 2 stündiger Diskussionen, ewigem Lamentieren bei der 2. Teilfrage zu keinem einheitlichen Ergebnis kamen, bis der Herr Professor eindeutige Fakten verlauten ließ. Der erste Bereich war klar. Nur die Frage was ist der Unterschied in Bezug auf Vater und Tochter im Vergleich zu Vater Sohn ließ erneute Fragen aufwerfen. Ich als leidiges Einzelkind hielt mich da erst einmal im Hintergrund, obwohl für mich von Beginn an klar war, dass nur zweites in Frage käme. Kommilitone x und Kommilitonin y mit jeweils 3 oder 4 Geschwistern sahen das wieder ganz anders. X war fest der Überzeugung er und sein Bruder seien in Bezug auf Gefühle und dem Umgang miteinander genauso wie seine zwei Schwestern erzogen wurden und weder Vater und Mutter hätten abgesehen von handwerklicher und küchentechnischer Orientation keinen Unterschied gemacht. Y hingegen behauptete pedantisch sie sei im Vergleich zu ihrem Bruder vom Vater sehr viel emotionaler erzogen wurden. Interessant ist, dass sich psychologisch tatsächliche Unterschiede erkennen lassen. Der Beschützerinstinkt ist beim Mann angeblich genauso ausgeprägt wie bei der Frau, auch wenn sich dieser bei Vätern im Gegensatz zu Müttern laut Studie erst während der Reifeprozesses des Kindes entwickeln muss. Dennoch sehen Männer Töchter aufgrund ideologischer Entwicklung immer noch als das schwächere Glied an. Verhalten sich in den meisten Fällen auch dementsprechend sensibler und sind auch dementsprechend eifersüchtig wenn die Tochter den ersten Freund mit nach Haus bringt, als wenn sich das Gleiche beim Sohn vollzieht. Ursache hierbei ist der Unterschied Frau/Mann in der geschichtlichen Entwicklung. Das beginnt beim Körperbau und der Fortpflanzung. Nicht umsonst ist der Neandertaler Mann auf die Jagd gegangen und das Weibchen blieb im Bau, säugte die Kinder und betreute den Nachwuchs. Hormonell hat das  laut Entwicklungspsychologie angeblich auch bestehende Hintergründe. Es gibt nämliche wesentliche Hormone, die bei uns Frauen in größerer Menge als bei den Männern vorhanden sind. Deshalb heulen wir auch automatisch mehr. Aufgezählte Erkenntnisse sind übrigens nicht die Einzigen. Es gibt da noch wesentlich mehr. Nur das führt zu weit und ich will euch nicht noch mehr nerven, als ich es ohnehin tue.

Ein ebenfalls sehr interessantes Thema: (und jetzt folgt ein kleiner Gedankensprung): Frühmusikalische Förderung oder besser gesagt musikalische Erziehung. Kann man jedem Kind einen kleinen Beethoven/Haydn/ Hendrix/Clapton entlocken? Grundsätzlich: Unmusikalische Kinder gibt es laut Studien nicht. Allerdings sind Erbgut und geistige Voraussetzungen wohl angeblich unterschiedlich ausgeprägt. Wobei wir bei den Hirnaktivitäten wären. Ganz streng genommen ist Wissen ungerecht und unterschiedlich verteilt. Dem einen liegt Englisch, der nächste rechnet die kompliziertesten Aufgaben im Schlaf. Der übernächste ist das absolute Sportass. Müssten wir uns dort nicht fragen warum dies so ist? Und inwieweit Noten damit aussagekräftig bleiben? Beurteilen Zensuren dann nicht lediglich nur den Faktor Fleiß und genetische Grundlagen, die ungleichmäßig verteilt sind? An oberster Stelle bleibt zu sagen: Und ich glaube, das ist auch ein Prozess, den man erst während des eigenen Daseins als Schüler begreift:  Noten beurteilen lediglich geistige Leistungen, nicht mich als Mensch an sich. Deshalb ist Max Mustermann auch kein schlechterer Mensch als Tom Schulze weil er eine 5 in Mathe hat und der Tom eine 1+. Natürlich spielt da auch der entscheidende Faktor Fleiß eine Rolle. Nur im Endeffekt sind genetische Grundlagen gegeben. Und wenn ich nicht logisch denken kann, werde ich trotz aller Anstrengungen nicht auf Platz 1 der Matheolympiade kommen. Ähnlich ist es wohl auch mit Musik. Man kann viel trainieren. Eine frühkindliche Förderung im Bereich Instrument oder Notenlehre, sowie konsequenter Fleiß können da einiges raus reißen und positiv zur Entwicklung beitragen. Nur das allerletzte Tüpfelchen auf dem i machen Erbgut, motorische Fähigkeiten, sowie eine Vielzahl anderer Voraussetzungen aus. Und genau das ist wohl die Tatsache, die uns Menschen alle so unterschiedlich macht. Wär doch auch langweilig, wenn wir alle gleich wären. Oder nicht?

Nebenbei gesagt: Ich hab noch zwei Fragen der Woche, die bei uns Studis für heftige Lachkrämpfe gesorgt haben:

Einmal: Die Tochter der Bekannten eines Studenten stellte sich tatsächlich voller Ernst die Frage: Kann ich mich selbst zur Adoption freigeben?

Die Antwortet lautet: Nein, leider nicht. Eltern kann man nicht im Katalog bestellen. Die sind leider vom Umtausch ausgeschlossen, sonst wäre ich auch schon nicht mehr hier.

Die Zweite: Fragte ein Student bei unserer Uni an: Kann ich im Campingwagen auf einem Campingplatz auch Bafög beziehen?

Auch hier lautet die Antwort: Nein, lieber Thilo, leider nicht, da der dauerhafte Aufenthalt auf Campingplätzen rein rechtlich nicht gestattet ist. Ich muss sagen, dass ich jetzt darüber schmunzeln kann. Als ich im September aufgrund von Wohnungsknappheit in einer Unistadt (für die ich mich aus genannten Gründen nicht entschieden habe) verzweifelt eine WG suchte, habe ich kurzzeitig ebenfalls daran gedacht vorübergehend darauf auszuweichen. Auch wenn´s natürlich lustig ist. Ich meine ich mach ja viel für mein Studium. Aber auf nen Campingplatz kriegen mich keine 10 Pferde.

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zeitreise in die 80er

Ich arbeite derzeit an einem Drehbuch. Und nein, ich werde es nicht veröffentlichen. Wenn ich später mal was an einen Verlag schicke, kann das nicht bereits in irgendeinem Forum on gewesen sein.

Ich habe mir gestern und auch heute während des Story Schreibens so meine Gedanken über den Herrn Farin U. (Sänger bei den Ärzten) gemacht und bin zu dem Resultat gekommen, dass er ein überaus interessanter Mensch ist. Da bin ich sicher nicht die Erste, aber gewisse Dinge sind mir sehr sympathisch. Das geht mit der Verweigerung von Medien los. Wenn ich mich richtig entsinne, hatte er nur einen Fernseher, mit Videoanschluss. Schon mal eine sehr gute Voraussetzung dafür, dass man bei  diesem überaus weltfremden Fernsehprogramm, dass lediglich aus Castingshows und Dailysoaps besteht nicht verblödet. Dass er sich noch für echte Bücher interessiert, gestaltet die Sache umso interessanter. Wenn ich da manchmal Leute sehe, die mit ihren E-Books durch die Kante düsen, kommt mir das Essen hoch. Mal abgesehen davon, dass bei einem Datenausfall der ganze Spaß weg ist. Wenn mir meine Banane in der Tasche zerquetscht oder meine Fanta ausläuft ist der Schinken zwar auch hin, aber dann hab ich ne minimale Überlebenschance, dass der Mist über der Heizung trocknet.

Wenn ich mir so vorstelle, frei von jeglichen Medien zu leben, erwachen Kindheitserinnerungen in mir.  Ich bin noch aus der Generation, wo man real auf Wiesen herum getollt hatte und sich mit Schlamm bewarf und nicht aus dem Zeitalter, wo man das Maximal als Megaman auf der Playstation bei der Rettung vom Mars vollzogen hat. Mit den Kindern von heute kann man das gar nicht mehr vergleichen. Die einzige Strecke, die die täglich zurück legen ist ein Parkour zwischen Fernseher, Wii, Minispielkonsole und Computer. Und ich würde mir wünschen, dass das nicht noch schlimmer wird.

Ich hab mich oft gefragt, ob man als Mensch heute überhaupt noch ohne Medien kann. Nicht dass ich jetzt eine volle Technikausrüstung zu Hause hätte. Zu meinem Equipment zählen lediglich mein Computer und der Fernseher, vielleicht noch mein I Pod. Aber beim letzten Ostseeurlaub hab ich mich gedanklich schon das ein oder andere mal dabei ertappt, dass ich statt Strand und Wellen lieber mit der Außenwelt kommuniziert hätte. Ein wirklicher Erholungseffekt stellte sich erst nach zwei Wochen ein. Und danach wusste ich: Es dauert einige Zeit. Aber ja. Es geht auch ohne.

Was besagten Menschen ebenfalls so interessant gestaltet ist das Reisen, samt Essgewohnheiten. Nun gut, über fleischfreie Ernährung lässt sich streiten. Ich persönlich würde nicht ganz darauf verzichten wollen. Da bin ich einfach zu verwöhnt und Currywurst süchtig. Auch wenn ich nach der letzten Sonntagnacht Talkshow über Massentierhaltung stark ins Grübeln kam. Wenn ich mir vorstelle dass sowas auf meinem Teller landet, bekommt  das Essen schon einen leicht faden Beigeschmack.

Um ehrlich zu sein sehe ich den Dioxin Skandal eher als ein Ablenkungsmanöver von tatsächlich wichtigen politischen Themen, zumal sich das Fleischproblem ja alle Jubeljahre wiederholt. BSE, Schweinerotlauf, Kaninchenpest,  Maul und Klauensäuche jetzt sinds eben mal Dioxinversuchte Eier. Als nächstes kommen vermutlich wieder Fische an die Reihe. Das wäre ja mal was anderes. Letztendlich sind Nahrungsmittel wohl schon lange nicht mehr was sie mal waren. Und selbst wenn ich beim Biobauern kaufe, habe ich statt Tausenden von Bakterienkulturen nur noch Hunderte im Essen.  

Ich werde jetzt vermutlich abschweifen, aber ich bin gerade auf dem 80er Trip. Was würde ich darum geben mal einen Tag in diesem Zeitalter zu verbringen. Sei es in Westberlin oder sonstwo auf diesem Erdball (bis auf Afrika oder Sibirien versteht sich)

Ich meine, die Zeit war in meinen Augen die interessanteste der Geschichte. Musikalisch, als auch kulturell. Mal ganz davon abgesehen, dass man damals noch richtig leben konnte und nicht von unwichtigen Dingen wie Computern abgelenkt wurde. Ich wäre jedenfalls sofort dabei.

fankategoriewechsel

Nach stressreichem Wochenende endlich zu Hause angekommen und erst einmal eins:


Ich werde die Fankategorie wechseln.

Ich mag Green Day wirklich gerne, aber es hat sich in letzter Zeit, in den letzten Jahren einfach entgegen entwickelt. Ich bin seit 2001 aktiver Fan. Da, wo man noch vor wenigen tausend Leuten spielte. 2007 sah es auf ff.de und überhaupt noch ganz anders aus. Wir hatten noch keine GD Kategorie, es gab nur wenige Storys. Das schreiben hat noch Spaß gemacht. Jede Geschichte war ein Unikat. Nichts hat sich wiederholt. Und vor allen Dingen hielt sich die Anzahl der Stalker rundherum in Grenzen, wenn ihr wisst was ich meine. Was sagte Billie Joe einmal: „Ich will nicht, dass mein Sohn ein zweiter Julian Lennon wird.“

Er hat es nicht geschafft.

Ich werde die Band für immer in meinem Herzen tragen. Aber ich denke ich habe mich momentan wieder satt gesehen und brauche eine Pause.

Ich verdamme keine Fans. Dazu habe ich nicht das Recht. Aber ich werde bald 22. Und mich bricht dieser ganze Teenie Hype momentan maximal an. Ich hab als Green Day Fan das Gefühl ich bin nur noch von 15, 16-jährige umgeben. Ob auf Konzerten, Plattformen oder Internetseiten. Sorry, das zu sagen: Aber Green Day ist in meinen Augen eine Teenieband geworden. Und ich fühle mich da manchmal wie auf einer Tokio Hotel Veranstaltung. Und das deprimiert und pisst mich an. Gerade weil ich es anders kenne und kannte

Ich find mich da nicht mehr wieder. Schon gar nicht wenn  15-jährige meinen, dass sie irgendwann mal mit dem 23, fast 24 Jahre älteren Billie Joe vögeln. Sei es fiktiv oder in Internetforen. Das ist widerlich und eklig. Und ich bin für sowas zu alt geworden. Noch schlimmer sind die Mike x Billie Pairing Storys. Ich hab nichts gegen Leute, die gleichgeschlechtliche Liebe gut finden. Aber für sowas bin ich einfach zu hetero.

Und deshalb wird man mich zukünftig eher in der Ärzte Kategorie finden. Mainstream ist beides. Nen Unterschied gibt’s trotzdem.

Zum einen ist das Publikum durchschnittlich Ü20 und Ü30. Zum anderen ist es Rotzen auf höherem Niveau. Mal ganz davon ab, dass es der Band auf bewundernswerte Weise gelingt ihr Privatleben komplett heraus zu halten. KEINE Fans bestalken diverse Mitglieder oder deren Familien. Keiner macht Fotos, die er ins Internet stellt. Auf Plattformen und Websiten werden keine Privatbilder von Verwandten gepostet. Bis zum heutigen Tag und noch weit darüber hinaus ist über Bela B.s kleinen Sohn nichts bekannt. Und es existiert niemand der irgendetwas dergleichen veröffentlicht. Und das gefällt mir. Das mag ich. Da bin ich gerne Fan. Nur woran liegt das? Ist Deutschland ein liberalerer Staat als die U.S.A? Sind die Leute hier taktvoller? Wahrscheinlich. Oder die drei Herrschaften tauchen einfach unter, sodass es niemandem auffällt und es gelingt ihnen auf vortreffliche Weise das Private herauszuhalten… Ich jedenfalls finde das  bewundernswert .

Ich hab mir am Freitag Richy Guitar angesehen  Wer ihn nicht kennt: Spielt in den 80ern, als Berlin noch zweigeteilt und Westberlin eine Insel war. Eine Mauer besaß. In der Handlung dreht sich alles um Richard (von Farin Urlaub gespielt), der nicht wirklich etwas mit seinem Leben anzufangen weiß und auf den Tag hofft, an dem seine Band endlich wahre Erfolge erzielt. Auf diesem steinigen Weg muss er so manchen Kampf auf sich nehmen. Und auch am Ende sieht es eher aus, als ob  er trotz aller Bemühungen gescheitert ist.

Fragen sich jetzt sicher einige: Na, so sinn frei. Was will die dann damit?

Der Film war ein wahrer Genuss und nach über einer Stunde hatte ich wieder das Gefühl zu wissen, worum es bei einer Band wirklich geht. Es dreht sich nicht um Erfolg, sondern um die Liebe zum Instrument und die Spielfreude, das wirkliche Ziel gemeinsam etwas zu kreieren oder auf die Beine zu stellen. Das konnte man während des gesamten Streifens in jeder Minute spüren. Und ich habe es genossen. Auch wenn es kein Happy End gab. Ich glaube bei vielen Dinge, die man im Leben tut, resultiert man nicht mit dem gewünschten Erfolg. Aber man hat trotzdem an Erfahrung dazu gewonnen. Sonst wäre ja auch leben umsonst, von dem ich mittlerweile der festen Überzeugung bin, dass es trotz aller wissenschaftlichen Aufklärungen nach dem Tod weiter geht.

Wie gesagt; ich mag  Green Day trotzdem. Aber momentan spiegelt das nicht mein Lebensgefühl wieder. Zumals sich einige Fans nicht taktvoll gegenüber Mitgliedern verhalten. Bei den Ärzten wachsen Fans nach. Bei Green Day hab ich das Gefühl, die Fans sterben nach dem 30. Lebensjahr aus. Dass es Ausnahmen gibt, ist mir klar. Nur schaue man spaßenshalber bei World Stage ins Publikum und sehe, dass sich 16 als Durchschnittsalter  etabliert.

Ich finde meine Leser haben ein Recht darauf zu erfahren, wie ich ticke. Ich sag jetzt auch nicht dass ich in dieser Kategorie nie wieder poste. Nur wollte ich euch die Lage auch nicht vorenthalten und mal schildern was mich anpisst. Es besteht ja bekanntlich Meinungsfreiheit und ich sehe die Sache eben so.

schlaflos

Ich bin schlaflos und sitze jetzt hier (1:39 nachts) vorm PC um euch diese Paar Zeilen zu schreiben.

Ich weiß, es wird keine wesentliche Veränderung zum Weltgeschehen beitragen, dass Lilli die (ich denke es ist die mittlerweile 80. Nacht seit August/September) nicht vor um 2 ins Bett kommt. Meine Schlafenszeiten haben sich nach Beendigung der Schule und dem Abitur dramatisch verkürzt. Ich meine, sicher war ich schon immer eine Nachteule, aber irgendwie bekomme ich seit einigen Wochen kein Auge zu. Und um nicht sinnlos wach zu liegen und über mein Leben nachzugrübeln sitze ich jetzt hier und tippe diesen Eintrag ab.

Ich habe einen anderthalb stündigen Marathon durch sämtliche You Tube Tré Cool Videos hinter mir und um ehrlich zu sein, weiß ich trotz über zehn Jahre langem Fan Dasein immer noch nicht wie ich den Mann einschätzen soll. Um es kurz zu sagen: Ja, er ist ein interessanter Kerl. Nein, ich weiß nicht ob er nicht ganz schön stressig wäre. Aber das ist sicher jeder auf eine bestimmte Art und Weise. Auch wenn er es auf eine sehr extrovertierte Art zum Besten gibt. Der Mensch ist ein Buch mit 7 Siegeln. Aufgedreht, hyperaktiv, spaßig und vorlaut. Und auf eine bestimmte Art und Weise so sympathisch und schelmisch, dass man ihm jeglichen Mist mit einem amüsanten Grinsen verzeihen würde. Und daher liegt natürlich die Frage sehr nahe, ob er privat auch so drauf ist und inwiefern er gefühlvoll/melancholisch sein kann. Ob er nicht manchmal ebenso traurig ist, oder über sich und das Leben nachdenkt.

Ich hab ihn in dieser Hinsicht immer mit Mr. Bean verglichen (ihr wisst schon diesen Komiker) von dem ich immer ausgegangen war, dass der strahlend wie ein Atomkraftwerk durch die Gegend hüpft und auch im realen Leben ein wirklicher Witzbold ist. Bis ich erfuhr, dass er an Depressionen litt und das versetzte mich in einen lang anhaltenden Moment der Nachdenklichkeit. Ist das vielleicht alles nur Fassade? Oder stellt er daheim auch dauerhaft irgendeinen Unsinn an? Das wiederrum würde sich mit der Erziehung von 2 Kindern beißen. Denn wenn ich Kinder habe, setzt das irgendwo eine gewisse Reife vorraus und eine bestimmte Vorbildfunktion (sonst würde er beide Kinder wohl nicht regelmäßig sehen). Und die kann ich nicht erfüllen wenn ich mein Sofa/Bett als Trampolin nutze/missbrauche und versaute Lieder singe "Roll, roll the joint twisted at the..."  Na, ja ihr wisst schon. Das wiederrum lässt wohl darauf schließen, dass auch in Tré Cool ein verantwortungsvoller Vater steckt, der mal mit der Faust auf den Tisch haut, wenn die Mäuse auf dem Tisch tanzen. Wobei ích mir einen strengen, konsequenten Frank Wright genauso wenig vorstellen kann wie eine Katze, die mit dem Gartenschlauch eine Grünfläche bewässert.

Fakt bleibt, dass auch er Gefühle hat und emotional sicher kein Stein ist (Ich bin übrigens durchaus der Meinung dass die Zeit auf der Clownsschule unter Wavy deutliche Spuren hinterlassen hat. Andererseits war er da vorher sicher schon positiv vorbelastet). Nur bleibt mir auch an dieser Stelle zu sagen: Ich finde es unglaublich schwer ihn einzuschätzen. Er ist und bleibt ein Unikum.

Nichtsdestotrotz: Wie ja einige wissen, (oder auch mehrere wenn man die vielen Schwarzleser einberechnet) habe ich vor kurzem eine Ramona/Tré Geschichte geschrieben (Devil of my soul) und komme immer mehr ins Grübeln ob Mr. Wright in der Realität tatsächlich so reagieren würde, wie ich es in meiner Story formuliert habe. Wie erwähnt ist auch er Vater (Details der Kinder ausgelassen-->Grund--> siehe vorherigen Blogeintrag (ich bin kein Stalker) und das lässt mich in ihm einen bestehenden Vaterinstinkt erahnen (obwohl ich mir nicht sicher bin ob der im Gegensatz zu Müttern schon immer existiert oder erst ausgeprägt werden muss.) Mütter werden ihre Kinder das gesamte Leben lang 9 Monate länger als Väter haben. Das Baby wächst in ihnen, ist ein Teil davon. Daher ist eine vielleicht engere Bindung sicher vorprogrammiert. Dennoch gibt es auf You Tube gewisse Videos in denen er sehr liebevoll mit seinem Nachwuchs umgeht:

Ob Trés Reaktionen in der Story der Wirklichkeit entsprechen werde ich wohl nie erfahren. Fakt bleibt, dass es entweder in totalen Hass oder sichere Selbstzweifel ausarten würde.  Wer meine Ansicht auch teilt/nicht teilt darf mir das gern schreiben. Devil of my soul steht allen offen. Über Kommentare (ganz gleich ob Kritik, Lob, Anregung oder was auch immer) freue ich mich immer wieder.

Zuletzt eine kleine Anmerkung: Obwohl es bereits morgens ist bin ich sehr frustriert, da auch das 2. Kalendertürchen des Adventskalenders einer bestimmten Fastfoodkette wieder nur ekliges Schokoladenzeug enthält. Samt einer netten Zusatzbemerkung, dass ich für 2 Mal Chicken MC Nuggets durch den enthaltenden Gutschein nur 3,99 bezahle. Hallo????? Ich dachte, Gutschein heißt deshalb Gutschein, weil ich das Zeug umsonst bekomme? Das ist ja echt ne Sauerei. Na, ja ich rege mich nicht weiter auf und gehe besser schlafen. Verkürzt sonst nur unnötig meine Lebenszeit.

 

thema des tages

So, ich hab mir jetzt zum zweiten Mal so etwas neumodisches zugelegt um die Außenwelt an (fast) allen Dingen teilnehmen zu lassen. Gewisse Sachen werde ich euch dennoch vorenthalten. Nicht nur aus Selbstschutz, sondern auch weil ich dann nicht hunderte von EMails im Briefkasten haben möchte, die mich lang und breit ausquetschen was x oder y gerade treiben oder welche Haustiere gewisse Personen halten usw. Das müsst ihr jetzt nicht verstehen. Wirklich kapieren tun das eh nur 1,2 Leute, deshalb tut es jetzt auch nichts zur Sache. Schließlich gehts hier um mich und dass ein oder andere was Autorin Lilli so erlebt, bzw. um einige Hintergrundinfos meiner Geschichten. 

 (An alle Spamer im world wide web: Gebt euch keine Mühe meinen Blog wie das letzte Mal zuzumüllen. Klappt dieses Mal eh nicht).

Ihr kennt mich sicherlich von diversen Story Seiten, wo ich schon fast etwas beheimatet bin.

Ich hab mittlerweile (bis auf die Biss Serie und da bin ich auch ganz froh drüber) so gut wie jedes Genre an Geschichten durchlaufen. Hab mit 14 angefangen meine schreiberischen Tätigkeiten zu intensivieren. Inwiefern gewisse Charaktere und Eigenschaften diverser Hauptpersonen zutreffen, vermag ich nicht einzuschätzen. Es bleibt nach wie vor eine Wunschvorstellung, die sich aus Erfahrungen etwas Menschenkenntnis und ein wenig Alltag ergeben.

Und um ehrlich zu sein bin ich mir nicht einmal sicher ob ich einen BJA oder einen Tré Cool jemals persönlich treffen wollen würde. Träume sind nämlich leider nur so lange schön, bis man aufwacht. Das habe ich bei diversen Meet und Greet  und einer anderen Sache aus aktueller Gegenwart erfahren (auf die ich aus diversen Gründen nicht näher eingehen werde). 

Lange Rede kurzer Sinn: Ich habe mir vorgenommen heute mal ein wenig über mein Ziehkind "Taste Death" zu berichten. Die Leser, die damit nichts anfangen können hören einfach mal weg oder überspringen diesen Abschnitt. Als kritischer Beobachter meinerseits ist mir schon des Öfteren aufgefallen, dass ich sehr zur Dramatik neige. Warum dass so ist, kann ich nicht genau sagen. Vielleicht ist es auch irgendwo mein Ziel Außenstehenden deutlich zu machen, dass auch ein BJA oder ein TC sowie MD (Abkürzungen diverser Bandmember besagter Truppe aus 3 bestehenden Fachkräften) menschliche Seiten haben und keine Götter sind. Es klingt brutal: Aber dass was sie dort oben auf der Bühne leisten, ist ihr Job. Das darf man dabei niemals aus den Augen verlieren. So wie andere beim Bäcker ihre Brötchen verdienen oder bei der Feuerwehr Hausbrände löschen. Und es wird manchmal genauso hart sein  Interviews zu geben und nervige Fans abzuwimmeln, wie ein Schichtarbeiter, der noch die Nacht durchrackern muss.

Um nicht den Faden zu verlieren: Die Idee zur Geschichte kam über Nacht. Es war eher eine Art Traum. Auch wenn meine Inspiration aus leider realen Quellen kommt. Ein guter Freund hat seinen Bruder beim Autounfall verloren. Er war der Fahrer, hatte getrunken und der Wagen ist in den Graben gerutscht. Auto kaputt. Der Bruder ist tot. Wisst ihr was das für Gefühle sind? Ich denke, so etwas wünscht man niemandem. Die Schuldfragwiegt hier natürlich schwer.

Jetzt werden sich natürlich einige Fragen: Ist die von allen guten Geistern verlassen? Streut noch Salz in die Wunde. Vorab: Wer nicht ganz verpeilt ist, müsste gemerkt haben, dass die Story einen erzieherischen Sinn hat. Mir als fast Straight Edger liegt es fern, Alkohol zu verherrlichen. Ich denke es ist ein gesellschaftliches Problem und mir lag eigentlich am Herzen allen bevorstehenden jungen Autofahrern klar zu machen: Denkt nach bevor ihr handelt. Schaltet das Hirn ein Wenn ihr Party machen wollt ist das okay. Aber wenn ihr das vorher wisst, nehmt lieber die U-Bahn, S-Bahn oder bildet Fahrgemeinschaften, wo euch jemand abholt, der defintiv nichts getrunken hat. Mein Fahrlehrer meinte einmal: Man befindet sich in jeder Minute im Straßenverkehr in Lebensgefahr. Heute weiß ich: er hat Recht mit dem, was er sagt.

 Um noch ein wenig etwas zum weiteren Verlauf zu sagen: Ich bin kein Psychologe. Meine Informationen zum Traumabereich stammen aus Büchern der Entwicklungspsychologie oder verlässlichen Internetquellen. Wobei ich anmerken muss, dass ich Joseph in der Story mit dieser Krankheit zumindest anhand der Symptome recht gut beschrieben habe, wenn ich mir heute diverse Medizinseiten durchlese.

 An Selbstkritik möchte ich behaupten, dass ich Adrienne in der Geschichte an einigen Stellen etwas stiefmütterlich behandelt habe. Ja, sie ist mir ein bisschen zu kurz gekommen. Nein, es lag nicht in meiner Absicht. Auch sind diverse Hintergrundinfos nicht ganz korrekt (was ich jetzt nicht ausführen möchte, denn sonst schneide ich mir ja ins eigene Fleisch).

Zu den Green Day Kindern an sich will ich mich an dieser Stelle auch einmal äußern. Ich betone nochmals, dass ich lediglich die Hülle von Ramona, Estelle, Frankito, sowie Joseph und Jakob samt deren Namen benutze.Ich behaupte nicht, dass sie so in Wirklichkeit sind.

Und um ehrlich zu sein:

Geschichten sind das Schönste auf der Welt. Man kann sich seine Hauptpersonen so erträumen/ausmalen wie man sie gerne haben würde. Aber besondern bei Kindern diverser Bands über diese Schwelle hinauszugehen und krumme Sachen anzurichten, ist meiner Meinung nach schon das Letzte. Sicher, kann ich auf meinem PC sammeln was ich will. Aber mit einigen Details in die Öffentlichkeit zu gehen und das breit zu latschten ist irgendwo moralischer Missbrauch.

Ich muss schon sagen, dass ich manchmal ein bisschen ein schlechtes Gewissen habe, über dass was ich in meinen Geschichten schreibe.
Denn eigentlich geht uns der Nachwuchs wirklich nichts an.
Ich meine, dass sind zum Teil noch Kinder die irgendwo schutzbedürftig sind und nicht der ganzen Welt wie auf dem Präsentierteller vorgestellt werden dürften. Eigentlich.
Zumindest solange sie noch nicht 18 sind.
Denn wenn wir mal ehrlich sind, hätten wir Ramona, Frankito, Estelle, Brixton, Joey und Jake auf normalem Weg nie kennen gelernt, wenn ihre Eltern Steuer oder Finanzbeamte gewesen wären.
Dann wären sie normale Kinder irgendwo auf der Welt. Völlig unbekannt.
So wird eben alles hochdramatisiert: "Schau mal die Nase, der Mund. Wie ähnlich er/sie ihrem Vater sieht."
Das Gene nun mal weiter gegeben werden und das Kind/der Nachwuchs dannn auch den Eltern ähnlich ist, hat der liebe Gott nun mal so eingerichtet.
Deshalb müssen sie doch nicht genauso wie ihre Eltern sein und das vergessen einige.
Manche stürzen sich auf die Green Day Kinder wie ne Aktion auf dem Wühltisch beim Sommerschlussverkauf.
Und dann frage ich mich ernsthaft: "Hallo, Leute? Was macht ihr da eigentlich?"
Die sind doch nicht geklont, sondern sie sind eigene Menschen. Als nichts anderes sollten sie auch gesehen werden.
Anfangs dachte ich immer auf der GDC Seite: "So ein Mist von wegen private Fotos sind ein absolutes Tabu.  Ist doch gerade interessant."
Mittlerweile sehe ich das anders.

Versteht mich bitte nicht falsch. Welche Informationenund Bilder  jemand auf seinem PC speichert ist ihm oder ihr selbst überlassen. Das macht jeder mit sich aus. Nur muss deshalb alles repostet werden? Noch dazu mit nem fetten Wasserzeichen? Muss Ramona für die ganze Welt in ihrem Kleid als Eiskunstläuferin präsentiert werden? Muss der kleine Brixton mit seinem Papa beim Spielen abgebildet werden? Kann man sich nicht einfach still für sich freuen, wenn man über so etwas stolpert?

Um nochmals auf die Hauptpersonen meiner Geschichte taste death einzugehen: Ich gebe nach wie vor kein Gewehr auf meine Darstellung, habe mir die Handlungsfiguren nur ausgeliehen.

Laut sehr verlässlicher Quelle ist mir dennoch zugetragen wurden, dass ich meinen Joey  in der Geschichte recht gut getroffen habe. Er ist wohl auch in echt ab und an ein echter Stur und Trotzkopf, der ab und den Bogen überspannt, aber im Grunde ein weiches Herz hat.

Jakob kann ich nicht einschätzen. Meiner Meinung nach etwas gemütlicher und auch sanfter als sein Bruder. Darauf geb ich aber keine Garantie. Genauso bei Adrienne und Billie. Die sind für mich nicht einschätzbar.

Und genau deshalb macht das Story schreiben ja auch so einen Spaß. Stellt euch doch mal vor, wir wüssten was in der Realität abgeht. Das wäre der ultimative Dämpfer für die Fantasie.

Meint ihr nicht?


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