time goes by...

10 Dinge, die mich diese Woche durchaus happy gemacht haben...
(Vorsicht! Subjektive Lilli Meinung entstammt einzig und allein meiner Ansicht) Meine persönliche Meinung!



1. Sonnenuntergänge mit Flo

2. Auf You Tube Kalifornien Austausch Videos ansehen obwohl ich die Austauschprogramme eh vergessen kann, da ich meine Schulzeit schon hinter mir habe. Es sei denn ich bekomme eine reelle Chance, mi Erasmus da irgendwie hin zu fliegen

3. IPOd Geschenkgutscheine. Danke an den, der die erfunden
hat

4. Spaziergänge

5. Dorritos

6. Lagerfeuer+ Gitarre

7. Bandproben

8. Schööööne Bilder, die nur ich sehen kann...

9. neue Chucks

10. Urlaubskarte meines Gitarrenlehrers


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10 Dinge, die mir die Woche versaut haben....



1. Gurken und Tomatenentzug für nicht absehbare Zeit! Salat hab ich im Garten, aber die Tomaten sind erst in 4 Wochen reif bzw. derzeit erst so winzig klein, dass die sicher noch ewig wachsen müssen :/ Trotz allem: Wahnsinnige Entzugserscheinungen! Wenn das hier vorbei ist gehe ich eine Woche lang bei meinem Lieblingsitaliener Insalata Mista essen. Ja wohl!


2. Kiddies aus meiner Umgebung von 30 Kilometern, die auf Facebook dauerhaft und damit meine ich IMMER UND OHNE AUSNAHME Englisch schreiben obwohl sie nicht einen internationalen Facebook Freund haben und ALLE ausnahmslos aus Deutschland kommen. Ich meine, wenn´s jetzt an
Freunden gemischt wäre okay, versteh ich. Aber so.


3. Leute/kleine Teeniemädchen die sich fünf Gitarren ins Zimmer hängen und nicht einen Akkord spielen können geschweige denn wissen wie man E Dur von e Moll unterscheidet.
(Ich kaufe mir auch kein Pony, wenn ich nicht reiten kann. Nur weil´s cool aussieht und mein Lieblingsstar auch reitet)


4. südamerikanische Stalkerfans und 14 jährige, die der festen Überzeugung sind Billie Joe Armstrong zu heiraten, obwohl dieser seit 17 Jahren aussichtslos vergeben ist und seine Frau mit der er 2 Kinder und 4 Hunde hat sicher nicht für ein drittes Kind verlassen wird


5. Tussies in Cowboystiefeln, V Ausschnitt, Handtäschchen, Extremmakeup, High Heels usw.


6. Unübersichtliches Kühlschrankfach und eine gewisse Dame, die meint mir ihr Kühlschranksystem aufzwingen zu müssen


7. Lefty verhasste Musiker als ob man sich Linkshändigkeit aussucht. Pf….


8. Scheingitarristinnen, die sich in Wirklichkeit als Groupies entpuppen, zuvor aber auf die Bühne geholt werden, weil sie vorgeben Talent zu haben und in Wirklichkeit so grausam klingen, dass sie maximal Applaus für den Abgang von der Bühne bekommen


9. IPOd ist schon wieder voll



10. Green Day Fans die sich anmaßen den Titel zu tragen obwohl sie nicht begreifen, dass auch die 3 Herren ethisch moralische Entscheidungen treffen müssen, und ja ich meine damit schon wieder diesen krebskranken Jungen! Und nein Billie ist kein Unmensch nur weil er den nicht besuchen kommt. Der ist Musiker und nicht von Emnesty International. Kommt er zu dem muss er zu allen. Abgesehen davon ist es ja nicht gerade so, dass Krebs für seine Familie ein unbekanntes Ufer ist…

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2006

Ich hab mir gestern Abend aus lauter Langeweile die erste meiner Storys durchgelesen. Lost child. Und musste so grinsen, weil meine anfänglichen Schreibversuche doch sehr holprig waren. Mittlerweile bin ich einer meiner schärfsten Kritiker. Ich überarbeite Texte mehrfach, stelle das meiste erst on, wenn ich es zwei Mal Beta gelesen hab.
Ob es dann gut ist? Keine Ahnung. Einige behaupten ich könnte schreiben. Ich mag mich da nicht festlegen, sehe das kritisch.
Jedenfalls  2007 als ich die Geschichte ins Leben gerufen habe, war das mit der Überarbeitung noch ganz anders.  Ich hab wild darauf los geschrieben, ohne jegliches Konzept, was man der ganzen Sache auch deutlich anmerkt. Ich wusste zu Beginn damals ehrlich gesagt gar nicht, wo ich mit meinem Geschreibsel hin wollte. Mir hat lediglich Billie Joe in der Vaterrolle gefallen und ich fand es furchtbar schade, dass die nur zwei Jungs hatten und kein kleines Mädchen. Na, ja hat sich bis heute nicht wirklich geändert, aber was will man machen.
Witzig ist auch mein Denglisch, das aus heutiger Sicht an einigen Stellen furchtbar unpassend war. Aber damals war das irgendwie so eine Hochphase. Ich hatte so viele englische Storys auf mibba und sullen riot gelesen, dass ich im Englischunterricht schon fast Hermine Granger artige Züge entwickelt hatte und so fleißig mitgearbeitet habe, dass mein damaliger Lehrer sicher daran zweifelte, ob ich in den vergangenen zwei Wochen wirklich krank war oder einen Englisch Crashkurs in den USA belegt hatte. Jedenfalls habe ich hin und wieder ein paar Englische Begriffe in die Geschichte geschmuggelt was nicht ganz dazu passt.  Schmunzeln ließen mich auch hin und wieder diverse Satzkonstellationen „Volumeregler regulieren“ usw. Seit wann kann man Volumeregler regulieren, Lilli?  Und hatte ich Joseph wirklich Joseph Marchiano genannt? Schande auf mein Haupt. Wenn der das wüsste. Der wäre mir an diue Gurgel gegangen. Bei Marchiano würde er zweifellos explodieren. Aber hey, ich war 15 als ich den ersten Teil geschrieben hab. Da möge man mir verzeihen. Wobei mein Insiderwissen damals hin und wieder schon stark zu wünschen übrig ließ. Ich hatte Armstrongs nämlich in meiner Geschichte nach Berkeley verfrachtet, obwohl die zum damaligen Zeitpunkt in der Realität schon seit sechs Jahren in Oakland wohnten. *peinlich*
Trotzdem ist mir die Geschichte ans Herz gewachsen. Mag eingebildet klingen, aber die hat das gewisse Etwas, dass ich nicht zu definieren vermag. Aus heutiger Sicht und meinem Fanwissen ist sie eine mittelmäßige Katastrophe, aber für 2006, 2007 war sie ganz okay. Auch wenn ich anzweifle, dass Billie so je seine Kinder erzogen hat. Nur dafür ist es ja eine Art Fantasiegeschichte. Und für mich damals 16-jähriges in der Weltgeschichte umher träumendes Etwas sah das eben so aus. Auch wenn sich meine Wortwiederholungen das wahre Desaster erweisen. Mein Ausdruck war so abwechslungsreich wie in China ein Sack Reis umfällt.
Interessant gestaltete sich allerdings die Entwicklung an Lesern. Wir hatten damals noch gar keine Kategorie für die Band.

Ungefähr 90 % der damals kommentierenden Leute sind schon lange keine Mitglieder bei FF.de mehr. Waren das noch Zeiten als Joey und Jake erst 12 und 9 waren. Keine privaten Bilder der Jungs. Man wusste gerade so von ein paar VH1 Driven Fotos wie die Green Day Kinder aussahen. Konnte seiner Fantasie freien Lauf lassen.


 Irgendwie auch erstaunlich, dass der Joey in meiner Geschichte 2006 schon Schlagzeug gespielt hat und Jakob Gitarre. Obwohl ich das gar nicht hätte wissen können.
Telepathische Kräfte eben

emotionale Dehydration und das stetige Leid mit den Gitarren

Kafka sagte man könne nachmittags gut schreiben. Thomas Mann morgens. Ich glaube momentan, an keins von beiden. Meine Schreibblockade hält an. Das heißt, eine Blockade ist es vielleicht gar nicht, eher innere Unzufriedenheit über mein Geschreibsel. Es klingt nicht rund, nicht griffig, nicht flüssig. Irgendwie langweilig. Vielleicht empfinde nur ich das so, weil ich mir in letzter Zeit einfach zu viel aufgehalst habe. Ich schreibe weiter, aber ich bin nicht zufrieden. Ich weiß nicht wirklich, wo ich hin will. Was mein Ziel ist, welche Absicht ich damit verfolge. Vielleicht sollte ich mich an mein „Kreatives Schreiben Buch“ halten und erst einmal gar nichts machen. Aber wie ich mich kenne, wird das nur schwerlich möglich sein.

Zu einer weiteren Sache, was meine Gitarren anbelangt. Die Kratzer auf meiner babyblauen Fender sind laut Reparaturmenschen nicht mehr weg zu bekommen. Oli hat sie sich angesehen und nur traurig verneint. Es ginge schon, aber bei den Kosten, da kriege ich fast eine neue für das Geld.


 Zum Hergang des Unglücks, denn jede Narbe oder besser gesagt jeder Kratzer auch bei Gitarren hat ja eine Geschichte: Mich hatte es Anfang 2010 schwer erwischt. Das war keine normale Grippe, eher eine Bronchitis, jedenfalls hatte es mich wortwörtlich umgehauen. Ich wollte in mein Zimmer gehen, war auf der Couch eingepennt und auf einmal wird mir speiübel. Das ist das letzte was ich realisiere. Als ich das nächste Mal munter werde, wache ich auf dem Boden auf. Ich war bewusstlos oder besser ohnmächtig geworden. Mein Kreislauf hatte schlapp gemacht.
Glücklicherweise bin ich zu besagtem Zeitpunkt aber noch einigermaßen glücklich gefallen. Außer ein paar blauen Flecken und leicht blutender Nase ist mir nichts passiert. Nur meiner E Gitarre. Die befand sich im Ständer neben mir und wurde dermaßen unsanft umgerissen, dass sie samt Verstärker neben mich auf den Boden glitt, was natürlich Folgen hatte. Und das in Form von unschönen Kratzern, die nun nicht mehr zu rehabilitieren sind. Spielbar ist sie zwar noch, aber es sieht eben nicht mehr sonderlich schön aus und wird mich wohl noch eine Weile daran erinnern.

Beim Stichwort Gitarre sind wir schon gleich beim nächsten Thema:
 Linkshänder und Gitarren. Ich bin auch so ne Expertin. Seit dem Kleinkindalter alles in die linke Floße genommen und seither als Linkshänder verschrien.
Für Rechtshänder ist es das Selbstverständlichste der Welt in den Laden zu gehen und neue Saiten zu kaufen, im Idealfall sogar eine Gitarre. Für mich als Linkshänderin ist das mit stundenlangem Chaos verbunden.
Denn ich spiele mit der linken Hand, greife die Bünde mit der rechten.
Heißt für mich: Die Saiten kommen anders herum drauf, was wiederum bedeutet, dass jeder Kauf einer neuen Gitarre mit dem anschließenden entgegengesetzten dran befestigen ne echte Tortur wird. Man könnte die Gitarren jetzt dementsprechend anfertigen lassen, keine Frage. Nur dazu fehlt mir einfach das nötige Kleingeld.
Mein mittlerweile Freund Flo findet es immer ganz amüsant, wenn ich die liebevoll aufgezogenen Saiten des Gitarrenherstellers, ab mache und für einen Rechtshänder seitenverkehrt anbringe.
(Ich bete inständig dass unsere Kinder später Rechtshänder werden)
Wenn er meine Aria nimmt und ich die Fender stoßen wir uns pausenlos. Ganz logisch, denn da wo er rechts spielt, spiele ich anders herum Gitarre und wenn er links von mir steht, geraten wir unbeabsichtigt aneinander.

Ich gebe aber zu, dass es sicher nicht anders gegangen wäre. Denn mit der linken Hand an den Saiten und mit der Rechten das Plektrum wird vorne und hinten nichts. Hab ich ja alles durch, als ich 14 war. Mein Gitarrenlehrer H. wunderte sich dann nach nem halben Jahr warum ich keine Fortschritte machte. Bis ich dann nach und nach mit der Wahrheit meines Linkshändertums heraus rückte.
Da war ihm dann wohl alles klar. Er bestand darauf, die Saiten anders aufzuziehen. Was muss ich sagen? Es war ein wahres Wunder und funktionierte auf Anhieb. Ein ganz anderes Gefühl. Stellt sich jetzt die Frage: Warum habe ich das nicht von Anfang an gemacht?  
Ganz einfach: Ich wollte einfach auf der Mainstream Welle mit reiten und war damals zu faul meine schöne Gitarre zu verschandeln. Bei manchen Dingen bin ich nämlich ein Mischlinkshänder. Sprich, ich kann diverse Dinge wie backen, manchmal auch schreiben, werfen mit beiden Händen. Und bei Musikinstrumenten war ich wohl ausgegangen, dass es das gleiche Spiel wäre.
 Jedenfalls ging es seither besser. Aber ich hab auch wieder gemerkt, wie eingeschränkt die Welt als Linksflossler doch ist.
Deshalb:Liebe Gene meinerseits. Bitte setzt euch bei eventuellem Nachwuchs später dahingehend nicht durch.
Das Dasein eines Linkshänders ist nämlich eine echte Benachteiligung. Das geht bei ständig anrempelnden Banknachbarn los und hört beim Kuchen backen auf.
  

Kreatief

  Ich fürchte, ich bin an einer Stelle, an der ich es schreibtechnisch nicht unbedingt weiter bringe. In meiner Liste tummeln sich ca. 30,31 Texte. Teils fertig, teils unfertig.

Und momentan bringe ich nach 632 Kapiteln, die ich in sämtlichen Geschichten gepostet habe, nichts wirklich Gescheites zu Papier oder besser gesagt Tastatur.

Fazit: Ich bin schreibtechnisch ausgebrannt.

Jetzt ist ja der Vorteil, dass man sich bei Geschichten über real existierende Personen immer noch durch Interviews inspirieren lassen kann. Allerdings stellt sich hier die Frage: Klappt das auch wirklich?

Ich hab momentan das Gefühl, es funzt gar nichts mehr.

Ich sitze eine halbe Stunde vor einer Seite, ohne etwas wirklich Anspruchsvolles auf die Reihe zu bekommen, dass nicht klingt wie das Geschwafel eines Viertklässlers.

Großartig.

 

Leben

Wie kann man so blöd sein und die Pin seines Handys vergessen? Schaut mich an. Ich hab´s geschafft. Das Ding liegt jetzt seit August in der Versenkung.

Gestern will ich es an machen. Fällt mir auf, dass ich den Code nicht mehr weiß.

Sehr schön.

Ich meine immerhin ist es ein Beweis, dass ich das Teil nicht wirklich brauche. Auch wenn´s mich heftig ärgert. Ich glaube ich krieg die Alzheimer.

Na, ja muss ich mal zusehen, wie ich das jetzt mache.

 

Meinem Ohr geht´s momentan leider auch nicht so gut. Tut heftig weh. Vermutlich wieder ne Ohrenentzündung und diesen komischen Tropfen traue ich vorn und hinten nicht über den Weg. Zum Arzt gehen habe ich mittlerweile  aufgegeben.

Ich seh´s nicht mehr ein, mich drei Stunden in irgendwelchen rappelvollen Wartezimmern rumzudrücken und wenn  ich nach Hause komme bringe ich doppelt so viele Bazillen und Keime mit wie vorher und mir geht´s noch dreckiger. Und das kann ich mir für einmal: „Ja, Ohr ist entzündet ich schreibe was auf“ auch sparen.

 

Hab heute seit langem wieder geschafft meine vier Wände aufzuräumen.  Sah richtig klasse aus. Auch wenn ich bezweifle, dass es dann in meiner eigenen Wohnung, wenn ich im August umziehe auch so bleiben wird.

Für alle die mich nicht kennen: Ich bin absolut chaotisch. Ich kann aufräumen und bin kein Messy. Und wenn ich dann mal aufräume kann man vom Boden essen. Allerdings liegt die Betonung auf wenn. Es dauerte immer eine ganze Weile.

 

Danach ging´s noch mit meiner Mama einkaufen.

Ich werde in den nächsten Wochen nicht verhungern. Mein Sortiment weißt jetzt nämlich so einiges vor. Von der Ananas bis zum Zimt, habe ich mich mit sämtlichen Zutaten eingedeckt. Natürlich auch in Anbetracht der Tatsache, einige Gerichte aus dem Kochbuch auszuprobieren. Dementsprechend war leider auch die Rechnung und unser proppenvoller Einkaufswagen.

Der Blick der Leute war zu geil. Besonders beim Bäcker.

Wir kommen rein, weil meiner Mutter auffällt, dass die Brötchen alle sind. Kurz darauf  betritt ne Assifamilie den Laden(ich will jetzt keine Vorurteile aufkommen lassen, aber der Mann hatte nicht einen Zahn im Mund, die Haare der Frau haben vor Fett fast gestanden und die Kinder sahen aus wie von der Altkleidersammling. Ich meine, ich bin die Letzte, die kein Verständnis für Leute mit wenig Geld hat, aber ein bisschen pflegen kann man sich doch schon).

Jedenfalls sehe ich, wie der Blick des Mannes und des Sohnes auf unseren Wagen fällt und die beginnen richtig geil zu tuscheln. Für die war das vielleicht leise. In Wirklichkeit hat man´s vermutlich noch vier Straßen weiter gehört. Was wir für einen riesen Wagen hätten und so weiter und sofort. Ich sag´s euch. Denen sind fast die Augen raus gefallen. Anschließend wechselte dann das Thema der Frau und deren Tochter zu Deutschland sucht den Superstar. War dann wohl doch interessanter, als unser Einkaufswagen.

 

Jedenfalls hab ich dann heute mal das Rezept mit den selbstgemachten Kartoffelspalten ausprobiert.

Ich war zuerst super skeptisch, ob meine genauso werden wie das Tiefkühlzeug vom Supermarkt. Und ich sag euch eins: Die normalen Produkte schmecken ums hundertfache besser als dieser künstlich zusammen gepantschte Pommes Kram.

Ich weiß nicht, was die da alles rein machen. Aber jetzt wo ich den Vergleich habe: Nach Kartoffeln und Sonnenblumenöl schmeckt´s jedenfalls nicht.

Also das Rezept aus natürlichen Produkten ist wirklich super lecker. Im Idealfall hat man Biokartoffeln, im „idealsten“ Idealfall Kartoffeln aus eigener Ernte zur Verfügung. Die werden geschält, in Wasser gesäubert und anschließend in Streifen geschnitten.

Danach mit zwei Esslöffeln Sonnenblumenöl beträufelt und dann für 50 Minuten ab in den Backofen. Super lecker und garantiert gesünder als die Fritten aus der Tiefkühltruhe.

 

 

 

Familienplanung

Statt eher allgemeinem Gelaber meinerseits folgt heute ein eher privateres Problem oder Diskussionsobjekt, wie man es nehmen mag.

Ein Thema, dass mich derzeit sehr beschäftigt ist meine Zukunftsplanung.

Ich tauschte mich diese Woche ein wenig mit ehemaligen Mitschülern aus der 10. Klasse aus, die mich anschrieben. Es ging ein wenig hin und her, man plauderte über dieses und jenes und irgendwann kamen wir auf das Thema Familienplanung zu sprechen.

Besagte ehemalige Mitschülern ist wie ich fast 22, bereits verheiratet und hat Kinder. Wir verloren mit 16 nach dem Realschulabschluss den Kontakt. Sie zog für ihre Lehre in eine andere Stadt, ich blieb und wechselte aufs Gymnasium, um mein Abitur zu machen. Jetzt nach fünf, sechs Jahren schrieben wir uns einige Nachrichten, tauschten uns aus, was die anderen machten.

Und um es zuzugeben: Ja, ich fiel irgendwo aus allen Wolken, dass ich bis auf wenige die einzige, ohne Kinder und festen Partner war. Die noch ihren Familiennamen trug und sich nicht liiert hatte, denn ungefähr 60, 70 % meiner ehemaligen Mitschüler sind entweder verheiratet oder sie haben Kinder. Im Idealfall auch beides.

Nicht, dass mich das schocken oder unter Druck setzen würde, aber es war für mich eine Art Zeichen, dass da irgendwo noch mehr geht. Hatte ich etwas verpasst? Das fragte ich mich ganz ehrlich, als ich mir ihre Fotos ansah, auf denen sie mit Kindern und Ehemann richtig happy abgebildet war. Und ja, ich überlegte kurzzeitig ob ich Kind und Mann an meiner Stelle und meinem derzeitigen Leben integrieren konnte. Die ernüchternde Antwort lautete nein und vor mir türmte sich eine Vielzahl von bevorstehenden Jahren. Ich hatte mir immer vorgenommen  abzuwarten. Abzuwarten, bis ich ein abgeschlossenes Studium haben würde, zwischenzeitlich ein geeignetes Männchen, danach ein Babyjahr und dann hoffentlich einen Job. Nur als ich das dann sah, türmten sich die mir noch minimal 2/3 maximal 4/5 bevorstehenden Jahre wie eine Ewigkeit.

Ich meine einerseits je früher desto besser. Und wenn es jetzt passieren würde, dann würde ich den Teufel tun, mir das Baby weg machen zu lassen. Schließlich bin ich fast 22 und nicht 12. Aber auf der anderen Seite. Was will ich dem Kind denn bieten? Spaziergänge im Stadtpark, eine lernende Mutter auf dem Spielplatz? Na, das ist ja voll der Bringer. Klar, ist es süß wenn andere Studis ihren Nachwuchs mit in die Uni bringen, wohlmöglich das Baby mit in die Vorlesung schleppen. Dennoch tun mir die Winzlinge leid. Ich meine, eine optimale Atmosphäre ist das jetzt sicher nicht. Wickeln in der Bibliothek, Stillen im Hörsaal.

Und letztendlich bleibt die Grundvoraussetzung ja immer noch ein Mann. Klar, im Zeitalter von Samenbank und künstlicher Befruchtung dürfte auch das kein Thema sein, nur möchte ich das nicht noch einem Kind zumuten ohne Vater aufzuwachsen. Ich hab gesehen, wie mies das bei mir war, mit der Trennung meiner Eltern. Irgendwie fehlt da was. Und das die ganze Zeit. Ich meine, ich hatte wirklich keine unglückliche Kindheit. Von den Folgejahren wollen wir nicht reden, aber meine Kindheit war okay. Nur, auch wenn meine Mutter dahingehend argumentiert, dass man ein Kind auch ohne Mann erziehen kann und dass sie sich bei mir gar nicht vorstellen könnte, was der mir hätte bieten können, sind Männer sicher nicht ohne Grund auf der Welt. Gab ja schließlich auch Eva und Adam.

Natürlich nutzt man die Generation an Verwandten/Eltern immer ein wenig als Paradebeispiel. Meine Mutter war 24 als sie mich bekam und hatte wohlbemerkt ein abgeschlossenes Studium. Meine Tante war 23, samt abgeschlossenem Studium, als sie das erste, zwei Jahre später das zweite Kind bekam.

„ Studium, Kariere, Kind.“

Das predigen Eltern, Informationsblätter, Wandzeitungen, Werbung.

Nur ist es tatsächlich gut, dass alles immer eins a durchzuplanen? Kann man das überhaupt?

Was mich im Endeffekt ein wenig beruhigt hat, allerdings auch nachdenklich stimmte, waren die Worte meiner besten Freundin.

„Sieh dir die Gruppierungen an Schulabschlüssen/Absolventen an Lehrstellen doch mal an. Ist doch logisch, dass die Realschüler anders planen, als ihr Abiturienten. Wenn die mit 16 fertig sind haben die mit 19 ausgelernt. Ihr Studis fangt doch jetzt erst an und habt mit 19/20 erst euren Schulabschluss. Ihr wollt eben mehr, braucht dementsprechend länger. Ist vielleicht auch ein bisschen ne Kopfsache? Ich meine wer schlau ist, kriegt in dieser Gesellschaft erst mit weit über 25 Kinder. Wenn überhaupt. Du weißt doch wie das der Arbeitgeber sieht. Da steht man doch gleich auf der Straße.“

Annas* Worte klangen hart. Im Nachhinein wurden mir ihr Gesagtes aber immer bewusster.

 Ich kam ins Grübeln. Ist es nicht traurig, dass man so denken muss?

Gedanklich fiel mir dazu das Fallbeispiel meiner Uroma ein. Wir gehen dazu in die 30er zurück. Meine Uroma wurde mit 17 schwanger, bekam im gleichen Jahr ihre erste Tochter, 2 Jahre später meinen Opa. Die Menschen arbeiteten auf Höfen, bewirtschafteten Land. Okay, es gab keine Anti Babypille, aber es war seither so geregelt, dass die Frau zu Hause blieb und sich um Familie und Hof kümmerte, der Mann ging arbeiten. Ob man da also mit 17 schwanger wurde und zuvor als Kindermädchen in einer höher gestellten Familie arbeitete oder ob man mit 32 schwanger wurde, spielte da keine große Rolle. Die Prioritäten waren klar geregelt: Haus, Hof, Herd.

Gehe man über 80 Jahre zurück in die Gegenwart, sieht der Sachverhalt ganz anders aus. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. Wer nicht leistet, der fliegt. Wie soll man das also anstellen, wenn man  Kinder hat? Nehmen wir also das Paradebeispiel. Jemand hat ausgelernt, wird mit 19 Jahren schwanger und verabschiedet sich danach ordnungsgemäß in den Mutterschutz. Ist im Extremfall noch alleinerziehend, das soll es ja geben.

Das Kind ist da, das Babyjahr steht an, man bekommt mit etwas Glück einen Krippenplatz. Der Chef hat das schon längst spitz bekommen, wittert, dass die sonst so flinke und flexible Frau Huber in Zukunft aufgrund des Nachwuchses gar nicht mehr so flink und flexibel sein wird und wartet nur noch auf eine günstige Gelegenheit zum Zuschnappen. Tada, das Kind wird krank, Frau Hubert fällt aus und der liebe Chef reibt sich die Hände. Zwei Wochen später, nachdem das Kind wieder gesundete und Frau Huber zurück ist, informiert sie der Chef über neue Arbeitszeiten. Er braucht sie angeblich nur noch nachmittags, dann wenn die Kita ebenfalls geschlossen hat, nicht mehr vormittags. Frau Huber kommt in einen Zwiespalt, denn außer der Kita kümmert sie sich allein um die Tochter. Aus Verzweiflung und Ratlosigkeit, kündigt Frau Huber letztendlich von selbst.

Nun steht sie auf der Straße, sucht nach einem neuen Job. Bürokaufleute sucht man wie Sand am Meer.

Doch wird es einen neuen Chef geben, der so flexibel ist? Die Kita schließt im Normalfall ja um 14 Uhr nachmittags. Wohin dann mit dem Nachwuchs? Jemanden zum aufpassen hat sie nicht, da sie allein lebt. Und der neue Vorgesetzte verlangt, dass sie auch nachmittags einspringt.

Letztendlich kann sie nur Stellen in Teilzeit annehmen. Die meisten verlangen aber (wohlwissend, dass eine junge Mutter samt Kind viel zu oft ausfallen könnte), dass sie auch Nachmittags zur Verfügung steht. Sie bekommt Absagen über Absagen, lebt letztendlich von Arbeitslosengeld.

Es mag paradox klingen, aber gebe man bei google einfach Kündigung nach der Elternzeit in die Suchmaschine ein, stößt man auf bis zu 122 000 Ergebnisse.

Ein Link hierzu:

Das Schlüsselwort lautet hier wohl Kinderbetreuung. Kommt mein Nachwuchs unter, kann ich also auch rund um die Uhr arbeiten gehen. Warum also nicht mehr in Kindergärten investieren? Dann wäre allen geholfen. Arbeitgebern, als auch Arbeitnehmern.

Fazit für mich: Totale Verunsicherung, mit der Erkenntnis, dass es den perfekten Zeitpunkt wohl so nicht geben wird.

Ich meine, wir sollten alle Mal an die Konsequenzen denken. Ein Kind ist ein Lebwesen. Stagniert die Fortpflanzung komplett oder auch teilweise würde doch alles zusammen brechen. Dass dies im Interesse der Wirtschaft geschieht kann ich mir nicht vorstellen.

Vielleicht sollte ich das alles auch einfach auf mich zukommen lassen. Im Endeffekt tendiere ich natürlich dahin, meinen Abschluss zu machen und vorerst mein Leben zu genießen. Ich meine, mit Kind wird das wohl im jetzigen Ausmaß nicht möglich sein. Sicher kann man einiges integrieren, aber irgendwo wird man sich wohl vom bisherigen Lebensstil verabschieden.

* Name geändert

der kochende Student

Heute soll es mal um meine Kochkünste gehen. Wie vermutlich 60 % aller Gleichaltrigen bin ich kochtechnisch eine absolute Katastrophe. Zumindest dann, wenn niemand anders für mich kocht und ich allein auf mich angewiesen bin.

Um es kurz und knapp zu sagen: Ich bin nicht zu dick, aber auch nicht zu dünn. Eigentlich genau richtig für meine Körpergröße.

Dennoch komme ich in Sachen Selbstversorgung an warmen Mahlzeiten immer mal an meine Grenzen.

Kurz und knapp: Außer Pommes, Tomatensalat, Milchreis, Kroketten, die im Ofen zu erwärmen sind, Tütensuppen, Suppengemüse, Intermezzo oder zu erhitzenden Baguettes oder Nudeln und Sandwiches habe ich es noch nicht allzu weit gebracht. Man spreche die Dönerbude um die Ecke oder die Sushi Bar nebenan, erst gar nicht an.  Klingt abwechslungsreich, ist es aber auf die Dauer ganz und gar nicht.

Nun mag man Ursachenforschung betreiben, woran es liegen könnte. Einerseits offensichtlich an meiner auftretenden Faulheit, andererseits an mangelndem Interesse.

Bisher war ich immer der Meinung: Für was soll ich mich so lange abrackern und sinnlos Zeit vergeuden, wenn es innerhalb kürzester Zeit in meinem Bauch verschwindet.

Meine Familie, die es vom hören-sagen-sehen vermutlich leid war, dass ich  mich recht einseitig ernähre, sah das ebenfalls anders, weshalb ich zu Weihnachten mein erstes Kochbuch erhielt (die Tatsache, dass ich bereits 21 bin, verschweige ich lieber und ja: Ich hab mich bisher immer vom Hotel Mama beköstigen lassen)

Ich hielt nun also dieses Buch „Der kochende Student“ in den Händen und wusste zunächst gar nicht so recht, was ich damit anfangen sollte.  Sah ja alles total toll aus, auf den Seiten. Fraglich nur, ob ich das genauso hin zaubern könnte.

Um ehrlich zu sein, brach ich zu diesem Zeitpunkt erstmals innerlich zusammen und das Büchlein verschwand in der hintersten  Versenkung, wo es für die nächsten 2 Monate bleiben sollte.

Hielt natürlich nicht lange an und aus reiner Verzweiflung (man höre und staune) wühlte ich die Lektüre wieder hervor, kollabierte im übertragenen Sinne aber ein zweites Mal, als ich die Zutaten sah. Über die Hälfte davon, hatte ich nämlich nicht einmal ansatzweise zur Verfügung.

Nach einer Ewigkeit wurde ich so also erstmals gezwungen mich in mein Auto zu setzen und zum nahe gelegenen Supermarkt zu kurven. Da die nette Autorin prompt vorschlug eine Vielzahl an Produkten auf Vorrat zu hamstern, stand ich kurz darauf mit ungefähr über 20 Produkten an der Kasse und blockierte die gesamte Schlange für insgesamt zehn Minuten.

Nicht ohne zu erfragen, was man denn unter Sautieren verstand mit dem ich nichts anfangen konnte.

Frei nach dem Motto: Es gibt keine blöden Fragen. Nur dumme Antworten (was sich wohl auch in diesem Fall bestätigte)

Nach meinem Mamuteinkauf und der Entscheidung Zimtäpfel auf Rosinentoast, Hähnchen Wraps und Brotsalat mit Tomate auszuprobieren, machte ich mich erstmals ans Werk. Das erste Mal kam ich nach zehn Minuten ins Stocken: Apfel entkernen und in Scheiben schneiden. Klang so einfach, entpuppte sich aber als leichte Sauerei (wie die Küche hinterher aussah möchte ich nicht erwähnen). Im Endeffekt erwies sich das erste Rezept, bis auf diverse Anfangsschwierigkeiten, als recht passabel. Über den Geschmack lässt sich streiten. Meines Erachtens war es essbar.

Zweites Rezept:  Problem: 280 g gegarte Hähnchenbrust würfeln. Wie würfelt man Hähnchenbrust? Ich machte mir das Leben natürlich selbst schwer und dachte an irgendwelche unmöglichen Sachen, obwohl es im Endeffekt super einfach war. Ergebnis: Super lecker, sehr zu empfehlen.

Drittes Experiment: Erwies sich wohl als das einfachste. Relativ schnell zubereitet, wenn auch etwas trocken. Brot samt Salamiwürfeln und Tomaten ist nicht jeder mans Sache.

Nicht ganz einfach, aber keineswegs unmöglich.

Zusammenfassend:

Pro: 

 Man ist stolz, am Ende etwas Eigenes geschaffen zu haben. Man lernt dazu, erweitert Wissen, eignet sich Fähigkeiten an. Die Rezepte sind wahre Exoten und sehr abwechslungsreich. Ein  Genuss für den Gaumen. Positiv zu erwähnen seien auch die Symbole, die den Koch über Preiskategorie und Schwierigkeitsgrad informieren. In der Legende werden ebenfalls einige Zubereitungsarten erklärt. Mit einer Abbildung wird das Gericht anschaulich dargestellt. Lobenswert sind die Alternativen Darstellungen zu erwähnen. Pommes auf natürliche Art, in dem man Kartoffelscheiben klein schneidet. Sicher gesünder, als beim Fastfoodschuppen von nebenan.

 Contra:

 Wie erwähnt: Massiver Zeitverlust. Es dauert ewig. Hinzuzufügen ist auch die Variation an benötigten Lebensmitteln. Nicht jeder Haushalt in Deutschland wird einfach so mal eben Weizen Tortillias und Rosinenbrot oder Kurkuma und Gyros bzw. Lammkeule zur Verfügung haben. Es sei denn, man ist Tim Mälzer und davon kann ich wohl als Student nicht ausgehen. Jedes Mal auf Vorrat zu hamstern, gestaltet sich ebenfalls nicht einfach, denn Lebensmittelverfallsdaten laufen irgendwann ab. Ich weiß nicht, wie es anderen Studenten/Schülern was auch immer geht, aber ich hätte nicht jeden Tag 1 ½ Stunden Zeit, um mich hinter den Herd zu stellen. Das ein oder andere Mal tut es sicher ganz gut, auch wenn man Freunde/Verwandte einlädt, aber jeden Tag wäre das nichts für mich. Es muss manchmal einfach schnell gehen. Öko und selbst zubereitet hin oder her. Auch erscheinen mir einige Rezepte zu exotisch und die Umsetzung viel zu kompliziert. Paellas und Hähnchen Fajitas sind sicher schön. Gehören aber eher zu seltenen Gerichten Und mal ehrlich: Für einen Gyros Spieß, kann ich auch zur nächsten Dönerbude gehen. Da muss ich nicht für 4 Euro Lammfleisch kaufen, wenn ich den Spieß für 2,50 kriege. Bei diversen Rezepten fragt man sich ob Aufwand und Nutzen zusammen passen. Man muss eben sehr aufpassen, dass man für einige Lebensmittel der Rezepte nicht mehr bezahlt, als der Wrap eines bestimmten Schnellimbisses wert ist.

Fazit: Eine nette Alternative zum einseitigen Studentenleben mit viel Fastfood . Grundlegend einfache Rezepte werden gedanklich aufgefrischt. Gut für Menschen, die viel Wert auf gesunde Ernährung legen. Leider ist die Umsetzung in einer schnelllebigen Gesellschaft  nicht immer möglich. Wenn man jemanden mit außergewöhnlichem überraschen möchte, ist man mit einigen Rezepten sicher goldrichtig. Hin und wieder durchaus geeignet. Für den täglichen Gebrauch könnte ich es mir für mich dennoch nicht vorstellen, da es einfach viel zu zeitintensiv ist. Wie erwähnt sollten Aufwand und Nutzen gut abgewogen werden. Es sollte gut überlegt sein, ob man die Pommes für läppische 2,50 fertig an der Imbissbude ersteht, die durch die Fritteuse gelaufen sind und wo man nicht unbedingt weiß, welche Inhaltsstoffe verwendet wurden. Oder ob man  für 3,50 Kartoffeln kauft und die Pommes selbst herstellt. Dafür aber weiß, was man isst (falls die Kartoffeln nicht genmanipuliert wurden)


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